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Olympia-Küken hat einen Plan


Eiskunstlauf-Küken Sarah Hecken hat was ausgeheckt, ihr ganz persönlicher Vancouver-Plan steht. "Erstmal will ich ins Finale kommen, dann wird man sehen, wie weit ich mich nach vorne arbeiten kann", sagt die jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin selbstbewusst. Einen Tag nach ihrer Ankunft nahm die erst 16 Jahre alte Tochter Mannheims am Mittwoch das Training in der Olympiastadt auf. Erfahrung sammeln, an Routine gewinnen - mehr wird von der Gesamtschülerin in der Damen-Konkurrenz noch nicht erwartet, die deutsche Meisterin gilt bei der Deutschen Eislauf-Union (DEU) als Wechsel auf die Zukunft. "Sarah ist eine, die Stress aushalten kann", sagt DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf über die 1,70 Meter große Hecken, die im olympischen Winter ihre erste Saison bei den Seniorinnen bestreitet. Gute Nerven wird die Elftklässlerin auch brauchen, wenn sie sich beim Kurzprogramm am Dienstag (Ortszeit 16.30 Uhr/MEZ Mittwoch 1.30 Uhr) behaupten und die Kür-Entscheidung der besten 24 Läuferinnen zwei Tage später erreichen will. Und dass international ein anderer Wind weht, musste Hecken im Januar bei den Europameisterschaften in Tallinn erfahren, als sie als 16. unter ihren Erwartungen blieb. Eine seinerzeit bei einem Sturz erlittene Handgelenksprellung ist mittlerweile aber vollständig auskuriert. Nur wenige Stunden nach der Ankunft in Vancouver saß Hecken bereits im Pacific Coliseum an der Seite ihres Trainers Peter Sczypa auf der Teilnehmertribüne und drückte ihrem Teamkollegen Stefan Lindemann die Daumen. Die Olympia-Kür der Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz hatte sie noch vor dem heimischen Bildschirm verfolgt: "Schade, dass es für sie nicht ganz gereicht hat, aber ich fand sie trotzdem toll." Für Coach Sczypa ist es eine ausgemachte Sache, dass sein Schützling mittel- bis langfristig auch international um Medaillen mitlaufen wird: "Sarah kann es ganz weit bringen." Was möglich sein könnte für Hecken, deutete sie im Herbst 2009 im Grand Prix an, als sie sich bei "Skate America" und "Skate Canada" auf den Rängen acht und neun platzierte. Noch aber fehlt es ihr naturgemäß an der Präsenz auf dem Eis, auch die Palette der Dreifachsprünge ist noch nicht komplett. Was sich spätestens bei Olympia 2014 in Sotschi entscheidend geändert haben soll. Hecken: "Bis dahin will ich alle Dreifachen beherrschen und an der Weltspitze sein, wenn alles gut läuft. Außerdem bin ich dann auch vier Jahre älter."


Erschienen am 18.02.2010

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Freitag, 19. Februar 2010 09:12 Alter: 198 Tage